Stressbedingte Augenreaktionen bei PSF

Stressbedingte Augenreaktionen bei PSF

Persönliche Beobachtung:

Bei Stresssituationen, insbesondere bei innerer Anspannung oder Ärger mit Behörden, erlebe ich häufiger eine deutliche Reaktion an den Augen. Sie werden plötzlich feucht, dann entsteht ein leichter Schleier, genauer gesagt ein kurzfristig verschwommenes Sehen. Diese Beschwerden treten primär in Phasen auf, in denen das Nervensystem stark belastet ist, und sie gehen wieder zurück, sobald Ruhe einkehrt und die Reize reduziert werden.

Ursache der Reaktion:

Dieses Phänomen ist bei Menschen mit Post-Stroke-Fatigue (PSF) nach einem Schlaganfall nicht ungewöhnlich. Nach einem Schlaganfall reagiert das vegetative Nervensystem deutlich empfindlicher auf äußere und innere Belastungen. Körperfunktionen, die früher automatisch und unbemerkt reguliert wurden – etwa Tränenfluss, Augenbewegung, Pupillenreaktion oder die Muskelspannung im Bereich der Augen – können unter Stress übersteuern. Das bedeutet: Der Körper reagiert stärker, als es eigentlich notwendig wäre.

Bedeutung der Symptome:

Diese Erscheinungen bedeuten in der Regel nicht, dass die Augen selbst erkrankt sind. Sie sind vielmehr Ausdruck einer Überlastung des Nervensystems, das nach einem Schlaganfall mehr Energie für die Verarbeitung von Reizen benötigt. Wenn dann zusätzlicher Stress dazukommt – etwa behördlicher Druck, ungeplante Anforderungen, Streit oder zu viele Sinneseindrücke –, zeigt der Körper dies über solche „Warnsignale“.

Wiederherstellung des Gleichgewichts:

Bis jetzt ist es bei mir immer wieder zurückgegangen, auch wenn es manchmal einige Stunden dauert. Entscheidend ist, die Verbindung zwischen Stress und Augenreaktion zu kennen: Bei PSF ist das eine bekannte und nachvollziehbare Reaktion und steht in direktem Zusammenhang mit der erhöhten Empfindlichkeit des vegetativen Nervensystems nach Schlaganfällen.

Hilferuf:

Bitte hilf mir

Teilen: